Etappe 5 - Das Baltikum
Mit der Fähre gings von Helsinki rüber nach Tallinn. Der Stadtverkehr von Helsinki und Tallinn war stressig und Martin fädelte unseren dicken grünen Brummi ganz tapfer durch das Gewusel. In Tallinn fanden wir dann in der Nähe vom Hafen einen Parkplatz, wo wir für 6€ 24h lang stehen konnten. Von dort aus kämpften wir uns durch den Großstadtjungel in die Altstadt. Als Waldmensch ist so eine Großstadt echt die absolute Reizüberflutung und man muss aufpassen, dass man nicht von Straßenbahn, E-Roller, Fahrrad, Auto oder was sich da sonst noch so in der lärmenden Stadtkulisse schnell durch Zeit und Raum bewegt überfahren wird. Die schöne, mittelalterliche Altstadt aus dem 13.-16. Jhd war dann aber wieder übersichtlicher. Man konnte wunderbar durch die kleinen Gässchen schlendern und sich die gut erhaltenen mittelalterlichen Gebäude und Kaufmannshäuser anschauen. Gleich zu Beginn ließen wir uns ein so einen Esoterik-Edelstein-Klimbim Laden reinziehen. Da gab es wirklich sehr schöne Sachen und Martin shoppte sogar mehr als ich. Die Kassiererin, eine kräftige, ca. 20 Jährige mit deutlich mehr Piercings als Ausdruck im Gesicht war das i Tüpfelchen. Ohne ein Lächeln und mit so wenig Augenkontakt wie möglich fertigte sie uns ganz grimmig ab. Es tat einem schon leid, dass wir sie mit unserem Einkauf beim Handydaddeln gestört haben. Aber wir durften die Sachen trotzdem kaufen. Die Sachen, die wir dort geshoppt hatten, rochen noch Tagelang nach Patschuli.